Welche fünf Prompts machen aus einem AI-Text einen brauchbaren Beitrag?

Welche fünf Prompts machen aus einem AI-Text einen brauchbaren Beitrag?

Fünf gezielte Prompts machen einen AI-Text brauchbar, indem sie Werbefloskeln entfernen, allgemeine Aussagen mit echten Betriebsdetails füllen, deine eigene Stimme übertragen, den Text ohne Verlust konkreter Angaben kürzen und das Ergebnis kritisch prüfen. Entscheidend ist, jeden Schritt einzeln auszuführen und fehlende Informationen niemals vom Modell erfinden zu lassen.

Warum reicht der erste Entwurf selten aus?

Der erste Entwurf ist Rohmaterial, weil ein Chatfenster deinen Betrieb nur aus den Angaben kennt, die du ihm gibst. Fehlen konkrete Informationen, füllt es die Lücken häufig mit glatten Formulierungen. Der Text klingt dann korrekt, könnte aber ebenso gut von einem anderen Betrieb stammen.

Das Problem liegt deshalb nicht allein im Werkzeug. Ein einziger großer Auftrag verlangt gleichzeitig Ideen, Faktenauswahl, Ton, Länge und Qualitätskontrolle. Die fünf Prompts trennen diese Aufgaben. Nach jedem Schritt kannst du prüfen, ob der Beitrag genauer und glaubwürdiger geworden ist.

Beginne mit einem vorhandenen Entwurf. Er darf unfertig sein. Halte zusätzlich Produktnamen, Ort, Anlass, Ablauf und den gewünschten nächsten Schritt bereit, soweit diese Angaben für den Beitrag wichtig sind. Wenn du typische Muster vorher sehen möchtest, hilft der Beitrag über das Erkennen von AI-Texten.

  • Kopiere den Ausgangstext unverändert in ein Chatfenster.
  • Führe die Prompts in der gezeigten Reihenfolge einzeln aus.
  • Lies jede neue Fassung, bevor du mit dem nächsten Schritt weiterarbeitest.
  • Übernimm keine ergänzte Tatsache, die du nicht selbst bestätigt hast.

Die fünf Prompts für deinen Entwurf

Jeder Prompt löst eine klar begrenzte Aufgabe. Kopiere den Text im hellen Feld, ersetze die Platzhalter und füge deinen aktuellen Entwurf an der markierten Stelle ein.

Prompt 1: Das Aufblasen entfernen

Was er behebt: Superlative, Werbefloskeln und unbelegte Bedeutungsbehauptungen.

Wann du ihn einsetzt: Direkt nach dem ersten Entwurf.

Woran du die Wirkung erkennst: Jede starke Aussage lässt sich mit einer konkreten Angabe aus dem Text begründen.

Überarbeite den folgenden Social-Media-Text. Entferne Superlative, Werbefloskeln, leere Begeisterung und Behauptungen darüber, wie besonders oder wichtig etwas ist. Behalte nur Aussagen, die eine lesende Person anhand der genannten Fakten nachvollziehen kann. Erfinde keine Vorteile, Eigenschaften oder Reaktionen. Schreibe klar, ruhig und direkt. Gib nur die überarbeitete Fassung aus.

Text:
[Entwurf einfügen]

Kontrolliere danach besonders Adjektive und große Versprechen. Wörter wie einzigartig oder revolutionär ersetzen keinen Grund. Wenn nach der Überarbeitung kaum Inhalt übrig bleibt, fehlen nicht schönere Sätze, sondern belastbare Informationen aus deinem Betrieb.

Prompt 2: Allgemeines konkret machen

Was er behebt: Aussagen, die ohne Ort, Ablauf, Beispiel oder merkbares Detail bleiben.

Wann du ihn einsetzt: Sobald die Werbesprache entfernt ist.

Woran du die Wirkung erkennst: Der Beitrag enthält Details, die zu deinem Betrieb gehören und nicht erfunden wurden.

Prüfe den folgenden Text auf allgemeine Aussagen. Zeige mir für jede allgemeine Aussage, welches konkrete Detail aus meinem Betrieb fehlt. Nutze nur Informationen, die im Text oder in meinen Antworten stehen. Wenn ein nötiges Detail fehlt, stelle mir zuerst kurze, konkrete Rückfragen und schreibe noch keine neue Fassung. Erfinde nichts. Überarbeite den Text erst, nachdem ich die Fragen beantwortet habe.

Text:
[Aktuelle Fassung einfügen]

Gute Rückfragen betreffen beobachtbare Dinge. Dazu gehören der tatsächliche Ablauf, ein Material, ein Ort oder eine häufige Kundenfrage. Antworten wie gute Qualität helfen nicht weiter. Nenne stattdessen, woran diese Qualität im konkreten Fall erkennbar ist.

Prompt 3: Die eigene Stimme treffen

Was er behebt: Einen korrekten Text, der trotzdem nicht nach dir klingt.

Wann du ihn einsetzt: Wenn alle benötigten Fakten im Entwurf stehen.

Woran du die Wirkung erkennst: Wortwahl, Satzlänge und direkte Ansprache ähneln deinen eigenen Sätzen.

Passe den folgenden Text an meine Schreibweise an. Nutze die Sprachprobe nur für Ton, Wortwahl, Satzlänge und Ansprache. Übernimm keine Fakten oder Themen aus der Probe. Bewahre alle konkreten Angaben des Entwurfs. Füge nichts hinzu. Vermeide Werbesprache. Gib anschließend nur die angepasste Fassung aus.

Meine selbst geschriebene Sprachprobe:
[Zwei bis drei eigene Sätze einfügen]

Text:
[Aktuelle Fassung einfügen]

Eine echte Sprachprobe muss von dir stammen. Ein bereits automatisch erzeugter Text kann deine Stimme nicht belegen. Wähle Sätze, die du auch heute noch schreiben würdest und die zeigen, wie direkt, sachlich oder persönlich du Kundinnen und Kunden ansprichst.

Aus Rohideen planbare Beiträge machen

Avatago unterstützt dich dabei, Themen und Social-Media-Texte wiederholbar vorzubereiten. Du prüfst die Fakten und gibst frei, was zu deinem Betrieb passt.

Kostenlos ausprobieren

Prompt 4: Kürzen ohne Inhaltsverlust

Was er behebt: Zu lange Texte mit Füllwörtern, Wiederholungen und doppelten Aussagen.

Wann du ihn einsetzt: Wenn Inhalt und Stimme bereits stimmen.

Woran du die Wirkung erkennst: Der Text passt in den vorgesehenen Rahmen und alle konkreten Angaben bleiben erhalten.

Kürze den folgenden Text auf höchstens [gewünschte Zeichenzahl] Zeichen einschließlich Leerzeichen. Entferne zuerst Füllwörter, Wiederholungen und Aussagen mit gleicher Bedeutung. Bewahre Namen, Orte, Termine, Bedingungen, konkrete Details und den nächsten Schritt. Erfinde keine Abkürzungen und keine neuen Fakten. Wenn die Grenze ohne Verlust einer konkreten Angabe nicht erreichbar ist, nenne mir den Konflikt, statt die Angabe zu streichen.

Text:
[Aktuelle Fassung einfügen]

Vergleiche die kurze Fassung mit dem Text davor. Eine saubere Kürzung verdichtet, sie macht den Beitrag nicht vager. Wenn Termin, Einschränkung oder Handlungsaufforderung verschwunden sind, war die gewählte Länge zu knapp oder die Priorität im Prompt noch nicht eindeutig.

Prompt 5: Die eigene Ausgabe kritisieren

Was er behebt: Austauschbare Sätze, die nach mehreren Überarbeitungen unbemerkt übrig bleiben.

Wann du ihn einsetzt: Unmittelbar vor deiner eigenen Schlussprüfung.

Woran du die Wirkung erkennst: Die Kritik benennt konkrete Textstellen und macht keine pauschalen Stilurteile.

Kritisiere den folgenden Social-Media-Text streng. Markiere jede Formulierung, die austauschbar klingt oder genauso von einem Wettbewerber stammen könnte. Erkläre jeweils kurz, warum die Stelle zu allgemein ist und welche konkrete Information für eine bessere Fassung fehlt. Prüfe außerdem, ob der Text etwas behauptet, das aus den vorhandenen Angaben nicht belegt ist. Schreibe noch keine neue Fassung und erfinde keine Details.

Text:
[Aktuelle Fassung einfügen]

Der letzte Prompt ist kein Beweis für Qualität. Er ist ein zusätzlicher Blick auf die Fassung. Entscheidend bleibt deine Prüfung. Du weißt, ob der beschriebene Ablauf stimmt, ob der Ton zu deinem Betrieb passt und ob du die Aussage öffentlich vertreten möchtest.

Wie setzt du die Prompts sinnvoll zusammen?

Nutze die Reihenfolge als kleine Redaktion. Zuerst wird unbelegte Werbesprache entfernt. Danach sammelst du fehlende Details. Erst mit vollständigen Angaben lohnt es sich, die Stimme anzugleichen und die Länge festzulegen. Die abschließende Kritik sucht nach Resten, die trotz dieser Schritte austauschbar geblieben sind.

Packe nicht alle Aufgaben in einen einzigen Prompt. Dann ist schwer erkennbar, bei welchem Schritt ein Detail verloren ging oder eine neue Behauptung entstand. Speichere stattdessen die Fassungen, die du tatsächlich geprüft hast. So kannst du jederzeit zur letzten verlässlichen Version zurückkehren.

Die Sprachprobe funktioniert besser, wenn vorher klar ist, wofür dein Betrieb stehen soll. Der Beitrag über Positionierung für kleine Unternehmen zeigt, wie du dafür einen verständlichen Satz formulierst. Dieser Satz ersetzt keine Sprachprobe, gibt dem Inhalt aber eine klare Richtung.

Diese fünf Schritte sind echte Redaktionsarbeit. Genau daran scheitert häufig die Hoffnung, ein erster Entwurf sei bereits veröffentlichungsfertig. Die Prompts nehmen dir Entscheidungen nicht ab. Sie teilen die Prüfung in überschaubare Aufgaben und machen sichtbar, welche Informationen noch von dir kommen müssen.

Häufige Fragen zu Prompts für Social Media

Muss ich alle fünf Prompts für jeden Beitrag verwenden?

Nein. Nutze nur die Schritte, die dein Entwurf braucht. Ein konkreter Text in deiner eigenen Stimme muss nicht künstlich durch jede Station laufen. Die Reihenfolge hilft vor allem dann, wenn der erste Entwurf allgemein, werblich oder zu lang geraten ist.

Kann ich die fünf Prompts in einem beliebigen Chatfenster nutzen?

Ja. Die Prompts setzen keine besondere Funktion und kein bestimmtes Modell voraus. Du brauchst nur ein Chatfenster, deinen Entwurf und die bestätigten Angaben aus deinem Betrieb. Prüfe die Ausgabe trotzdem selbst, bevor du sie veröffentlichst.

Warum soll das Modell bei fehlenden Details nachfragen?

Eine Rückfrage macht eine Wissenslücke sichtbar. Ohne diese Regel kann aus einer allgemeinen Aussage ein scheinbar konkretes, aber erfundenes Detail werden. Deine Antwort liefert die Grundlage, auf der der Text anschließend verlässlich überarbeitet werden kann.

Wie lang sollte meine Sprachprobe sein?

Zwei bis drei selbst geschriebene Sätze reichen als kompakte Probe. Wichtiger als die Länge ist, dass die Sätze wirklich von dir stammen und deine übliche Ansprache zeigen. Verwende keine automatisch erzeugte Fassung als Beleg für deine eigene Stimme.

Kann die abschließende Kritik meine Prüfung ersetzen?

Nein. Das Modell kennt deinen Betrieb nur aus deinen Eingaben. Du musst kontrollieren, ob Fakten, Ton und Handlungsaufforderung stimmen. Die Kritik hilft beim Finden austauschbarer Stellen, trägt aber nicht die Verantwortung für den veröffentlichten Beitrag.

Das kannst du jetzt tun

Nimm einen unfertigen Social-Media-Text und beginne mit dem Prompt, der sein größtes Problem löst. Bestätige fehlende Details selbst, vergleiche jede neue Fassung mit dem Ausgangstext und veröffentliche erst nach deiner Schlussprüfung.

Ersten Beitrag vorbereiten